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Barfen Teil 1

Heute geb ich Dir einen kleinen Einblick in unseren Barfalltag.

 

Als aller erstes heißt es: Rezepte erstellen.

 

In der Regel erstell ich 4-5 Rezepte. Je nachdem wie viel gematscht werden soll.

Wichtig ist hierbei für mich unter anderem die Abwechslung.

Unterschiedliche Fleisch- und Fischsorten, Fleischteile und Supplemente.

Bei letzterem versuche ich hauptsächlich auf natürliche Supplemente zurückzugreifen.

Vielen glauben leider immer noch, dass Supplemente etwas chemisches sind.

Das ist definitiv nicht der Fall.

 

Hier mal ein kleiner Einblick, wie ein Rezept dann so aussieht:

Die Rezepte erstelle ich, bis auf knochige Rezepte, mit dem Kalkulator von dubarfst. Bitte beachte, dass es sich um ein Beispielrezept handelt, was auf unsere Flauschens abgestimmt wurde. Grade bei kranken Katzen wären einige der Supplemente ungeeignet.
Die Rezepte erstelle ich, bis auf knochige Rezepte, mit dem Kalkulator von dubarfst. Bitte beachte, dass es sich um ein Beispielrezept handelt, was auf unsere Flauschens abgestimmt wurde. Grade bei kranken Katzen wären einige der Supplemente ungeeignet.

 

Insgesamt wurden es dieses Mal 5 Rezepte: Kaninchen, Ente, MonoHuhn, MonoPute und MonoRind.

 

Der Vorteil an dem Kalkulator ist, dass einem sowohl der erforderliche Wert angezeigt wird, wie auch der aktuell eingegebene Wert (berechnet aus der Grammzahl) und der Restwert.

Der Restwert sollte immer nahezu bei Null liegen. Durch verschiedene Rezepte und genügend Abwechslung gleichen sich kleine +/- Werte aus.
Der Restwert sollte immer nahezu bei Null liegen. Durch verschiedene Rezepte und genügend Abwechslung gleichen sich kleine +/- Werte aus.

 

Das Rezept (hier Kaninchen) ist eigentlich recht selbsterklärend.

Beim Muskelfleisch verwende ich am liebsten stückiges, ab und an ist aber auch mal etwas gewolftes dabei. Liegt aber auch daran, dass unsere stückiges Fleisch sehr mögen.
Ab und an mische ich auch stückiges und gewolftes in einem Rezept.
Herz und Mägen sind nicht in jedem Rezept vertreten aber auch hier heißt es: welche ohne und welche mit.

Abwechslung eben ;)

 

Die Putenleber dient als Vitamin A Quelle, ab und an verwende ich hier anstatt der Leber Dorschlebertran.
Beides ein guter Vitamin A Lieferant.


Als nächstes geht es um die Deckung des Vitamin D3 Bedarfs - dazu verwende ich am liebsten Lachs(abschnitte), Dorsch oder Dorschlebertran. Diese sind reicht an Vitamin B3, Omega-Fettsäuren und sind thiaminasefrei.

 

Das Seealgenmehl (Jodlieferant), die Bierhefe (Lieferant für B-Vitamine) und das Blut oder Fortain (unter anderem Eisenlieferant) versorgen den Körper zusätzlich mit Vitaminen und Mineralstoffen.

Grade bei der Joddeckung sollte man sehr bedacht vorgehen - Stichwort SDÜ.

Magnesium füge ich nicht extra hinzu, da es im Normalfall im Wasser genügend enthalten ist.

 

Die Vitamin E Tropfen dienen, wie der Name schon sagt, zur Deckung des Vitamin E Bedarfs.

Im Rezept wird hierbei grundsätzlich auf- oder abgerundet.

Ansonsten wird alles bis auf 2 Nachkommastellen abgewogen.

 

Lachsöl (ich verwende hier Kapseln) dienen als Ausgleich der Fettsäuren - eine Kapsel pro kg. 

 

Knochenmehl, Dicalciumphosphat und Eierschalenmehl sind für die Calcium-Phosphor-Deckung - das Verhältnis liegt bei 1,15 : 1.

 

Als Salz verwenden wir Meersalz, hier liegt das Kalium-Natrium-Verhältnis bei 2,1 : 1.

 

Taurin, Ballaststoffe und Wasser können prozentual im Rezept geändert werden (je nachdem wie viel Ballststoffe zB benötigt werden).
Bei uns sind es 5,455g bis 10,909g Taurin, 7% Ballaststoffe (in dem Fall 350g Kürbis) und 75% Wasser (2094g).

Ballaststoffe werden hier als "Getreide oder Gemüse" angegeben. Getreide kommt bei uns nie ins Futter. Stattdessen verwenden wir Kürbis oder Möhre. Ganz selten auch mal Zucchini.

 

Das einzige, was ich gesondert berechne ist der Fettanteil. Diesen berechne ich nachdem das Rezept fertig ist und schaue dann, ob noch etwas Fett hinzugefügt werden muss. Unsere Rezepte liegen eigentlich immer bei mindestens 10% Fett.
Muss aufgestockt werden, nehme ich gerne Fettabschnitte oder sehr fettiges Fleisch. Schmalz wird hier komplett verschmäht,

 

Bitte beachte, dass Rezepte immer individuell auf Deine Mietzen abgestimmt werden sollten und nicht einfach frei Schnauze übernommen werden sollten.

Grade beim Barfen kann man perfekt auf verschiedene Bedürfnisse eingehen, das solltest Du auch nutzen.

Lieber hochwertige Dose, als schlechtes Barf!

 

Zudem zieht der Kalkulator sich die benötigten Werte aus einer Datenbank, die von einem selbst während jedem Rezept angepasst werden muss.

Alle Werte die einem also vom verwendeten Fleisch/Supplement vorliegen, sollte in der Datenbank angepasst werden. Nicht jedes Fleisch hat die gleichen Nährstoffwerte.

Bei Flesich betrifft das meistens die Werte vom Protein, Fett und Wassergehalt - bei den Supplementen kommen dann oftmals weitere dazu.

Da sich, grade bei Supplementen die Werte pro Charge ändern können, sollten diese bei jeder Rezepterstellung überprüft und ggf angepasst werden.

Die Datenbank umfasst deutlich mehr Lebensmittel und Werte, als hier zu sehen ist...
Die Datenbank umfasst deutlich mehr Lebensmittel und Werte, als hier zu sehen ist...

Sind die Rezepte erstellt heißt es Restbestände checken.

Beim Matschen bleibt grundsätzlich etwas übrig, da die Verpackungseinheiten oftmals größer sind als benötigt wird.

Zusätzlich check ich noch, ob genügend Supplemente und Verpackungen (wir nehmen 500g Feinkostbecher) vorhanden sind.

 

Weiß ich also was ich brauche geht es ans Bestellen.

Gründliche Kontrolle, ob ich wirklich alles und genügend im Warenkorb habe und die Bestellung geht auf ihren Weg.
Ich wähle eigentlich immer den Expressversand. So kann ich genau bestimmen, an welchem Tag die Ware hier eintrifft.

 

Zeitmanagement ist von Anfang an ein wichtiger Faktor für mich.

Ich plane genügend Zeit für das Erstellen von Rezepten, für das Bestellen, den Zeitraum für das Antauen und den Matschtag selbst ein.

 

Je nachdem wie viel ein Rezept ergibt, teile ich dies nochmal auf, da ein Rezept dann zwar in mehreren Schüsseln gemischt wird aber dennoch ausgewogen sein soll.

 

Der erste Teil ist somit also geschafft:

  • Rezepte erstellt
  • Restbestände geprüft
  • Bestellung(en) aufgegeben

 

Die Rezepte hefte ich übrigens immer ab, so seh ich direkt was in den letzten Rezepten verarbeitet wurde und hab für mich selbst einen besseren Überblick.

 

Jetzt heißt es also auf die Lieferung(en) warten :)

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