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Gefahren im Haushalt

Curiosity killed the cat
- James Allan Mair -

 

 

Viele Tätigkeiten im Alltag und im Haushalt sind für uns zur Gewohnheit geworden und einige Sachen nehmen wir gar nicht mehr richtig wahr, sondern machen sie unterbewusst.

 

Einige dieser Gewohnheiten können unseren Lieblingen zum Verhängnis werden. Die Neugierde bei unseren felligen Freunden ist riesig und grade Kitten können mögliche Gefahren noch nicht richtig einschätzen oder übersehen diese im Spielwahn.

 

  • Gekippte Fenster – wenn überhaupt solltest Du Deine Fenster nur unter Aufsicht kippen. Ist deine Katze erst mal „reingeklettert“ rutscht sie weiter runter und kann sich von selbst nicht mehr befreien. Das kann tödlich enden! Für gekippte Fenster gibt es extra Schutzgitter zu kaufen.
    Merke: dort wo der Kopf Deiner Katze durchpasst, passt auch ihr restlicher Körper durch
  • Bügeleisen – nach dem Bügeln solltest Du das Bügeleisen an einem für Deine Katzen unzugänglichen Ort abkühlen lassen, ansonsten kann Deine Katze sich verbrennen. Der Aufbewahrungsort sollte auch nicht erreichbar sein und das Kabel aufgewickelt, ansonsten besteht die Gefahr, dass beim Spielen und/oder Toben das Bügeleisen auf deine Katze fällt
  • Medikamente – sollten außer Reichweite aufbewahrt werden. Hier kann es sehr schnell zu Vergiftungen kommen, welche auch zum Tode führen können
  • Offene Türen – hier lauern nur für die Wohnungstiger Gefahren. Diese sind nämlich schneller abgehauen, als einem das lieb ist. Auch wenn sie sonst noch so bequeme Kissen-platt-lieger sind und sich für die Frischluft nicht interessieren; ein erstes Mal gibt es immer. Wenn Deine Katze Türen selbst öffnen kann, solltest Du die Griffe senkrecht umbauen
  • Balkone / offene Fenster – hier besteht die Gefahr, trotz des guten Gleichgewichtssinnes, dass Deine Katze runterfällt (bei Katzennetzen solltest Du beachten, dass die Maschen nicht zu groß sind: Gefahr der Selbststrangulation!)
  • Pflanzen – die Auswahl Deiner Pflanzen solltest Du gut überdenken
  • Plastiktüten – egal ob Chips- oder Einkaufstüte: hier besteht Erstickungsgefahr
  • Durchzug – solltest Du groß Durchlüften, achte darauf, dass kein Durchzug entsteht oder sichere Deine Türen mit einem Türstopper. Eine zuknallende Tür kann zB. den Schwanz Deiner Katze einklemmen
  • Waschmaschine / Trockner / Spülmaschine – werden von einigen Mietzen als Schlafplatz angesehen. Vor Benutzung also immer nochmal alle Katzen durchzählen
  • Schränke / Garagen – werden oft ebenfalls gerne als Schlafplatz angesehen. Vor dem Urlaub also lieber nochmal Garage (oder Keller bei denen vorher die Türen geöffnet waren) nach fremden Mietern durchgucken
  • Stromkabel – sollten so verlegt sein, dass Deine Katze diese nicht anknabbern kann
  • Schlaufen/Seile – Schlaufen und Seile bieten ganz tolle Spielmöglichkeiten, leider auch Strangulierungsgefahr (bei Kratzbäumen mit langen Sisaltauen oder Gummiseilen mit Spielzeug dran ebenfalls!)
  • Herdplatte – nach dem Kochen solltest Du die heißen Herdplatten immer abdecken (zB. mit einem Topf mit Wasser). Verbrannte Pfoten sind alles andere als toll (auch Kerzen sind eine heiße Gefahrenquelle)
  • Putz- /Reinigungsmittel – sollten unzugänglich aufbewahrt werden. Dass Chemie in keine Katze gehört, ist selbsterklärend (das gilt auch für pflanzliche Putzmittel). Essig ist zudem sehr reizend für die Katzennase
  • Ameisenköder / Silberfischköder – zur Schädlingsbekämpfung solltest Du natürliche Mittel verwenden oder aber diese unzugänglich aufstellen
  • Wolle – solltest Du gut verstauen, hier besteht nicht nur die Gefahr des Strangulierens, sondern auch die des Darmverschlusses (gleiches gilt für Geschenkband, Lametta und Paketschnur)
  • Lebensmittel – das es giftige Lebensmittel gibt solltest Du, genau wie auch Tassen/Gläser mit Getränken, diese nicht unbeaufsichtigt lassen
  • Duft-/Aromaöle – ätherische Öle (zB. Zimtöl oder Teebaumöl) sind giftig (oral) und können reizend wirken (Schleimhäute)
  • Krimskrams – alle möglichen Kleinteile (zB. Brotclips oder Nähnadeln) können verschluckt werden und somit zum Darmverschluss/-verletzungen führen
  • Badewanne – beim Einlaufen lieber die Badezimmertür schließen oder die Katze(n) gut im Augen behalten. Unfreiwillige Freischwimmer machen beiden Seiten keinen Spaß

 


Auch bei Renovierungsarbeiten solltest Du aufpassen und ggf. Deine Katze für diese Zeit umquartieren.

  • Ausdünstungen von Lacken  und Farben werden eingeatmet
  • In Farbkleckse kann reingetreten werden. Die Farbreste werden beim Putzen oral aufgenommen
  • Veränderungen und evtl. Lärm bedeuten Stress

Und so einige Katzen mausern sich als richtige Spezialisten:

  • Offene Toilettendeckel – grad bei Kitten besteht die Gefahr des Ertrinkens
  • Aquarium – haben meistens eine Klappe zum Füttern im Deckel. Ist Mietzi nicht allzu ungeschickt, bekommt sie diese geöffnet. Ein evtl. Schwimmversuch kann mit Ertrinken enden. Klebeband oder ein Netz schaffen hier Abhilfe
  • Joghurtbecher/Glasbehälter – manche Mietzen schaffen es zwar mit dem Kopf rein, allerdings nicht mehr raus
  • Scherben – jedem fällt mal etwas runter und die Scherben fliegen in alle Richtungen. Auch mal einen Blick unter zB. die Couch oder die Kommode werfen. Was wir vielleicht nicht sehen, findet eine Katzenpfote spielend leicht
  • Steckdosen – es soll wohl tatsächlich Katzen geben, deren Berufung doch eine andere ist als Mäusejagen und Schlafen: Pfoten und Nase in Steckdosen stecken

 

Bei kranken Katzen, komme natürlich noch ganze andere „Gefahren“ hinzu. So kann Stress häufig zum Ausbruch einer Krankheit führen oder aber Schübe auslösen. Bei Kitten und zB. Katzen die an Ataxie leiden, ist bei offenen Treppengeländern große Vorsicht geboten!

 

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