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Gesundheit: Giardien

Was sind Giardien eigentlich?
Giardien sind kleine Dünndarm-Parasiten, die sich vom Darminhalt ernähren-

 

Übertragen werden diese fäkal-oral. Der Parasit wird also über den Kot ausgeschieden und oral wieder aufgenommen. Da Katzen sich gerne auch mal gegenseitig putzen, schneller als einem lieb ist. Auch Du selbst kannst dich damit anstecken.

Die Übertragung kann über kontaminiertes Wasser (zB. wenn ein infiziertes Tier daraus getrunken hat) oder Futter (zB. durch Fliegen) aber auch durch Schmierinfektion (zB. durch gegenseitiges Putzen oder Schnüffeln) erfolgen.

 

Da Giardien eine schützende Hülle haben, überleben sie noch mehrere Tage bis Wochen nach dem Ausscheiden.

Aber auch wenn Giardien wirklich hartnäckig sind, ist das noch kein Grund in Panik zu verfallen. Hygiene ist hier mehr als wichtig, Du musst aber nicht putzen bis dir die Hände bluten. Chlor zB. macht ihnen gar nichts aus.

 

Dennoch kann Dir und Deiner Katze folgendes sehr gut helfen, einer Reinfektion vorzubeugen:

  • Wassernapf -  täglich heiß auswaschen und mit frischem Wasser befüllen (Brunnen sollten in dieser Zeit eher vermieden werden)
  • Futternäpfe - sollten ebenfalls täglich heiß ausgewaschen werden
  • Schlafplätze/Kratzbaum - alles was waschbar ist (möglichst bei Kochwäsche) wöchentlich waschen, alles andere mit dem Dampfreiniger wöchentlich abdampfen. Bei Kissen können auch kochfeste Handtücher/Decken genutzt werden, so müssen die Kissen nicht ständig in die Wäsche
  • Katzenklos - mehrmals täglich säubern (Klumpen), maximal wöchentlich das Streu wechseln, besser ist täglich (inkl. Ausdampfen). Damit Du Streu sparen kannst, legdas Katzenklo mit Zeitung aus und benutze nur eine dünne Schicht Streu
  • Fell - grade bei Langhaarkatzen solltest du nach Möglichkeit die Popartie kürzer schneiden/schneiden lassen. So kann sich Kot nicht so schnell im Fell verfangen

Generell kann, grade bei Giardienbefall, ein Dampfreiniger ein Goldsegen sein.

Giardien können folgende Symptome auslösen:

  • Durchfall, welcher sehr stark riecht (bei starkem Parasitenbefall auch Blut im Kot), oft senffarben und schleimig
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Fieber
  • rapide Abnahme trotz gesunden Appetits

Wie immer können diese Symptome auftreten, müssen aber nicht. Um ganz sicher zu gehen, solltest du eine Kotprobe bei Deinem Tierarzt abgeben, damit dieser auf Giardien testen kann. Dazu sammelst Du bestmöglich über 3 Tage Kot und bewahrst diesen an einem kühlen Ort auf (nicht im Kühlschrank!). Wenn Du nicht weißt wo Du den Kot aufbewahren sollst, kannst Du Dir auch bei Deinem Tierarzt oder in der Apotheke entsprechende Röhrchen besorgen.

 

Grade bei Tieren mit einem schwachen oder geschädigten Immunsystem (Kitten, kranke oder alte Katzen) solltest Du schnellstmöglich handeln. Durch die geschädigte Darmschleimhaut werden weniger Nährstoffe aufgenommen und Deine Katze baut immer weiter ab.

 

Sollte der Test positiv ausfallen, kommst Du um eine Behandlung nicht drum rum (bespreche auch mit Deinem Tierarzt, ob andere im Haushalt lebende Tiere mitbehandelt werden müssen, meiner Meinung nach bei symptomlosen Tieren nicht sinnvoll). Das Medikament wird in Intervallen gegeben. Das hat den Hintergrund, weil Giardien sich in die Gallengänge zurückziehen. So gibt man ihnen eine kleine Pause (da sie hier für Medikamente unerreichbar sind), um dann direkt wieder anzugreifen. Den genauen Behandlungsplan wirst Du aber von Deinem Tierarzt bekommen.

Nach durchgeführter Behandlung, sollte der Kot nochmals untersucht werden um sicher zu gehen, dass kein Giardienbefall mehr vorliegt.

Eine Alternative zur Giardienbekämpfung ist Silberwasser, dazu solltest Du Deinen Tierarzt oder Deine Tierheilpraktikerin befragen.

 

Danach solltest Du den Darm Deiner Katze wieder aufbauen. Durch die Giardien und die verabreichten Medikamente ist dieser stark in Mitleidenschaft gezogen. Für ein starkes Immunsystem ist ein gesunder Darm sehr wichtig.

Während der Behandlung macht es nicht allzuviel Sinn den Darm aufzubauen, da durch die Medikamente nicht nur "böse" Bakterien, sondern auch "gute" abgetötet werden.

 

Unterstützen kannst Du Deine Katze wöhrenddessen mit kohlenhydratarmer Nahrung. Da sich Giardien vom Kohlenhydratanteil im Darm ernähren, nimmst Du ihnen hiermit sozusagen die Nahrung.

 

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