Futterneid

...besteht oft bei Katzen, die ein richtiges Fressverhalten nicht gelernt haben, in der Vergangenheit oft hungern mussten oder aber nicht genügend bekommen (zB. zu wenig nicht artgerechtes Futter).

Hinter Futterneid steckt also oft auch ein psychologisches Problem (gestörtes Fressverhalten), die Katze kennt also weder Hunger- noch Sättigungsgefühl.

Futterneid hat also nicht etwas damit zu tun, dass die Katzen sich untereinander nicht verstehen.

 

Sowohl das Hunger- wie auch das Sättigungsgefühl kann man antrainieren - grade bei Futterneid ist dies oft die einzige langfristige Möglichkeit. Mehr dazu findest Du unter der entsprechenden Unterseite.

 

Leider gehört zum Futterneid oft auch das Schlingen. Da hier das Sättigungsgefühl viel zu spät eintritt, wird nach dem Schlingen leider auch oft erbrochen.

Hier kann man mit Anti-Schling-Näpfen und/oder auch einer getrennten Fütterung der Katzen Abhilfe schaffen - dies ist so aber nicht immer umsetzbar. Auch mehrere kleine Mahlzeiten, dafür größere Brocken oder aber eine höhere Position des Fressnapfs können ebenfalls unterstützend wirken.

 

Aufjeden Fall solltest Du darauf achten, dass keine Deiner Katzen hungert - dies kann zu einer hepatischen Lipidose (akute Leberverfettung) führen.

 

Wichtig, sind auch feste Fütterungszeiten. Hiermit ist die Zeit nicht im klassischen Sinne gemeint, sondern eher feste Rituale wie zB. immer nach dem Aufstehen, nach dem Heimkommen, vor dem ins Bett gehen, etc.


Quellen:

 

300 Fragen zum Katzenverhalten - Helga Hofmann

Das Wohlfühlbuch für Wohnungskatzen, was Katzen sich wünschen - Susanne Vorbrich