Supplemente

Der Nährstoffbedarf von Deiner Katze hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Stress beispielsweise erhöht den Nährstoffbedarf.

 

Bei Katzen die trächtig oder krank sind, sollte ebenfalls anders gefüttert werden (nicht nur beim Barfen) um bestmöglich auf die Bedürfnisse eingehen zu können.

Ich beziehe mich grundsätzlich auf gesunde Katzen bzw. gehe ich bei meinen Zusammenfassungen immer von einer gesunden Katze aus.
Sollte es einmal eine Besonderheit geben, gehe ich auf diese gesondert ein.
Hast Du eine kranke Katze, solltest Du Dich zusammen mit Deinem Tierarzt oder einer Ernährungstherapeutin zusammensetzen.

 

Bedenke zudem, dass es neben fettlöslichen auch wasserlösliche Nährstoffe gibt, die bei mehrmaligem Auftauen oder Wegschütten des Auftauwassers verloren gehen.

Fettlösliche Nährstoffe reagieren mit Sauerstoff und gehen somit verloren.

Fettlösliche Nährstoffe:

  • Vitamin A, D, E und K
  • Vitamin B1 und B12
  • Vitamin C

Wasserlösliche Nährstoffe:

 

  • Vitamin B (so ziemlich alle)
  • Vitamin C
  • Taurin

Wichtig ist zudem nicht nur die Menge an Nährstoffen, sondern auch das Verhältnis dieser zueinander (zB. das Kalzium-Phosphor-Verhältnis = 1,15:1 oder aber das Kalzium-Natrium-Verhältnis = 2,1:1).

Untereinander beeinflussen sich Nährstoffe teilweise bei der Verstoffwechselung und Aufnahme.

 

Wie Du siehst, es ist nicht nur wichtig zu wissen wofür einzelne Supplemente gut sind bzw. was sich als Alternative anbietet, sondern auch in welchem Verhältnis diese zueinander stehen und wie viel davon nötig ist, um den Tagesbedarf der Katze zu decken (nicht alles kann ausreichend vom Körper gebildet werden).
Einiges muss gar nicht supplimentiert werden, weil es in Fleisch/Innereien ausreichend vorkommt. Der Vollständigkeit halber führe ich sie allerdings größenteils mit auf.

Suchst Du einen bestimmten Nährstoff bzw. ein bestimmtes Supplement, kannst Du dieses über die Suchfunktion Deines Browser (STRG+F) schneller finden.
Auf dem Handy sollte es diese Suchfunktion ebenfalls geben und lässt sich über den Browser aufrufen.

 

Alles ist alphabetisch angeordnet.


Ballaststoffe

Wenn überhaupt nötig eignen sich hier Karotten, Zucchini oder auch Kürbis.


Blut

Ist wichtig für die Versorgung mit Eisen, Jod, Salz und Flüssigkeit.

 

Da es ungekühlt eine geringe Haltbarkeit (im Kühlschrank maximal 24 Stunden - eingefroren ca. 6 Monate) hat, kannst Du es portionsgerecht einfrieren.

 

Alternativen: Blutpulver, dunkles Fleisch (Eisen), Seealgenmehl (Jod), Meersalz


Bierhefe

Eignet sich nicht nur, um Futter schmackhaft zu machen, sondern auch um den Bedarf an B-Vitaminen zu decken.

Bei Problemen mit der Niere, solltest Du auf Edelhefe oder andere Alternativen zurückgreifen.


Eisen

Blut oder auch Fortain eignen sich als Eisenlieferant.

Eisen ist ein Bestandteil von Hämoglobin (dem roten Blutfarbstoff) und hilft Sauerstoff zu transportieren.


Eiweiß

Hier solltest Du auf hochwertige Eiweiße und somit Energielieferanten zurückgreifen.

Dazu zählen zB Muskelfleisch oder Innereien.

Auf minderwertige Eiweiße wie Knorpel oder Sehnen solltest Du bestmöglich verzichten.


Fett

Dient neben Eiweiß als wichtiger Energielieferant. Fettabschnitte oder aber auch Malz (ungewürzt) eignen sich hier.

Wichtig ist, dass du hier auf tierische und nicht auf pflanzliche Fette (zB Leinöl) zurückgreifst.

 

Fette dienen nicht nur als Energielieferant, sondern werden auch vom Darm benötigt, um fettlösliche Vitamine aufnehmen zu können.


Jod

Um Jod zu supplimentieren, kannst Du auf Seealgenmehl oder Meersalz zurückgreifen.

Jod wird für die Synthese der Schildrüsenhormone benötigt, kann aber auch überdosiert werden.

Hier solltest Du besonders auf die Mengen achten, da eine Überversorgung zu einer SDÜ führen kann.


Kalium

Sorgt genau wie Natrium für die Reizleitung und Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln.

Zudem wird der Flüssigkeitshaushalt so beeinflusst, dass hier ein ausgeglichenes Verhältnis vorliegt.

Kalium ist bereits in Fleisch enthalten.


Kalzium

In Eierschalenmehl, Calcium-Carbonat und Algenkalk enthalten aber auch in Knochenmehl.

Unverzichtbar für die Gerüstsubstanz von Knochen und Zähnen, ist zudem für die "Erregbarkeit" von Muskeln und Nerven zuständig.


Knochen

Versorgen Deine Katze mit Kalzium, Phosphor, Kalium, Zink und Magnesium.

 

Alternative: Knochenmehl (enthält Kalzium und Phosphor),
Algenkalk, Eierschalenpulver und Calciumcarbonat/Calciumnitrat sind eine Alternative für die Kalziumversorgung


Kupfer

Verantwortlich für die Bildung von Bindegewebe und Blutzellen - in Leber vorhanden.


Magnesium

Ist für viele Stoffwechselvorgänge zwar wichtig, muss allerdings nicht extra supplimentiert werden, da es bspw. im Wasser enthalten ist.


Natrium

Sorgt genau wie Kalium für die Reizleitung und Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln.

Zudem wird der Flüssigkeitshaushalt so beeinflusst, dass hier ein ausgeglichenes Verhältnis vorliegt.

 

Natrium kommt in Blut oder Salz vor.


Omega-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren kommen ausreichend im Fleisch vor (vor allem bei Masttierhaltung), um das Verhältnis zu Omega-3-Fettsäuren (wirken unter anderem entzündungshemmend) wieder auszugleichen, muss dieses supplimentiert werden,


Phosphor

In Knochen(mehl) aber auch in Dicalciumphosphat enthalten.

Unverzichtbar für die Gerüstsubstanz von Knochen und Zähnen und den Energiestoffwechsel.


Taurin

Taurin wirs zwar von Katzen selbst hergestellt, allerdings nicht ausreichend.
200-500mg pro Tag sollte Deine Katze zusätzlich an Taurin erhalten (je nach Körpergewicht).
Bei einem Mangel an Taurin, kann es zu Sehschwäche oder Herzkrankheiten kommen, Überdosierungen wurden bis jetzt noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

 

Hier solltest du entweder auf Taurinpulver oder aber Grünlippmuschelpulver zurückgreifen (Achtung: Taurinpulver niemals unverdünnt verfüttern!)

Nur dunkles Fleisch (hier ist mehr Taurin enthalten als in hellem Fleisch) zur Taurinsupplimentierung, solltest Du nicht verwenden.

 

Günstig bekommt man Taurin übrigens im Sportlerbedarf - hierbei musst Du nur darauf achten, dass keine Rieselhilfe beigesetzt ist.


Vitamin A

Ist in Lamm- und Entenleber wie auch in Lebertran enthalten. Auch in anderen Tierlebern ist Vitamin A enthalten, allerdings in geringerer Konzentration.

Wichtig ist es unter anderem für die Sehkraft und die Regeneration der (Schleim-)Haut.


Vitamin B1

Auch Thiamin genannt.
In Bierhefe, Fleisch und Leber enthalten.

 

Generell sind B-Vitamine für glänzendes Fell, ein gesundes Nervensystem und für die Bildung vieler Enzyme verantwortlich.


Vitamin B3

Niacin ist sowohl in Bierhefe wie auch in Lamm- und Rinderleber enthalten.

 

Generell sind B-Vitamine für glänzendes Fell, ein gesundes Nervensystem und für die Bildung vieler Enzyme verantwortlich.


Vitamin C

Wird von der Leber der Katze ausreichend produziert.


Vitamin D3

Ist in Fisch enthalten. Achte hierbei auf einen thiaminasefreien Fisch (zB Lachs).

 

Vitamin D reguliert den Kalziumstoffwechsel.


Vitamin E

Hier eignen sich am besten Vitamin-E Tropfen - dienen als natürliches Antioxidans und unterstützen so das Immunsystem.


Zink

Wichtig für den Aufbau und die Funktion von (Schleim-)Haut und essenziell für das Immunsystem - in Knochen enthalten.


Quellen:

 

www.ernaehrung.de

www.futtermedicus.de

"Barf für Katzen" - Dr. Natalie Dillitzer

www.webmed.ch