Die Adoption

Vorneweg: schwarze Schafe gibt es überall, genauso wie Ausnahmen. Auf die Ausnahmen gehe ich hier nicht ein, einfach um grade Katzenneulinge nicht zu sehr zu verwirren.

 

Von sogenannten Vermehrern kann ich Dir nur wärmstens abraten.

Wieso?

Im Gegensatz zu Züchtern geht es Vermehreren nicht um das Wohl der Tiere, sondern einzig und allein um das Geld (das Züchter einen Haufen Geld verdienen ist übrigens noch immer ein hartnäckiges Gerücht).

Sowohl die Gesundheit der Elterntiere wie auch die der Kitten stehen hier oftmals nicht im Vordergrund.

Leider werden hier gerne Dinge beschönigt, die grade unerfahrene Katzenfreunde verunsichern und denen Glauben geschenkt wird.

 

Woran Du einen guten Züchter erkennst?

  • ein seriöser Züchter gehört einem Zuchtverband an (dieser schreibt unter anderem vor wie oft die Mutterkatze maximal im Jahr werfen darf und welche Vorsorgeuntersuchungen nötig sind)
  • Fragen werden beantwortet und auch gestellt. Ein seriöser Züchter möchte wissen wo seine Lieblinge hinkommen. Zudem drängt er Dich auch nicht zum Kauf
  • der Kontakt soll auch nach der Vermittlung noch aufrecht erhalten bleiben - schließlich will man wissen wie sich sein Schützling entwickelt
  • ein sauberes und liebevolles Zuhause - die Katzen leben zusammen mit der Familie und sind nicht in einem extra Raum weit weg vom Alltagsgeschehen eingesperrt. Die Unterbringung sollte für dich auch einsehbar sein
  • vor der 12. Lebenswoche werden keine Kitten abgegeben
  • beide Elterntiere können besichtigt werden
  • das Muttertier lebt zusammen bei den Kitten
  • beide Elterntiere sind untersucht und gesund (die Untersuchungsergebnisse sind für Dich einsehbar), haben einen Stammbaum und sind zur Zucht zugelassen
  • die Kitten werden nur mit Stammbaum und Impfpass abgegeben
  • die kleinen sind beim Tierarzt bereits vorstellig geworden
  • die Kitten sollten alle einen fitten und gesunden Eindruck machen
  • ein Kaufvertrag ist selbstverständlich (das sollte es für beide Seiten)
  • oft sind die Kitten bereits kastriert und gechipt - dies allein macht allerdings keinen seriösen Züchter aus, ist aber in den meisten Fällen Standard

Es muss übrigens auch nicht immer eine (bei vorhandener Katze) bzw. zwei Katzen vom Züchter sein. Tierheime und Katzenhilfen haben ebenfalls wunderschöne Samtpfoten, die auf ein tolles Zuhause und viel Liebe warten.

Egal woher Du Dein neues Familienmitglied adoptieren möchtest:

  • Kitten sollten frühestens ab der 12. Woche abgegeben werden. Auch 1-2 Wochen machen hier sehr viel aus (das Sozialverhalten wird hier unter anderem geprägt) - blaue Augen (ausser rassentypisch) sind in dem Alter nicht mehr vorhanden, sondern beginnen sich bereits zu verändern (mit 12. Monaten ist in der Regel die Augenfarbe voll entwickelt)
  • sowohl Kitten wie auch adulte Katzen sollten geimpft (bei Kitten zusätzlich entwurmt) sein und einen ordentlich geführten Impfpass besitzen
  • wenn Du bis jetzt noch keine Katze hast die Dein Zuhause verschönert: keine Einzelhaltung
  • der aktuelle Gesundheitszustand der Katze sollte, genau wie bekannte Vorerkrankungen, offen angesprochen werden - ebenfalls Verhaltensauffälligkeiten (evtl. auch Abneigungen gegen etwas bestimmtes)
  • sind Vorerkrankungen bekannt, erkundige Dich bei Deinem Tierarzt über die Behandlung und auch die Kosten die auf Dich zukommen. Einige Krankheiten erfordern regelmäßige Medikamentengabe, andere wiederum Spritzen. Die Zeit dafür solltest Du haben und es dir auch zutrauen
  • je nach Alter sollte die Katze bereits kastriert und evtl. gechipt sein (alles älter als 6 Monate)
  • nach Möglichkeit sollte die Herkunft geklärt sein (evtl. auch der vorherige Besitzer und dessen Abgabegrund)
  • erkundige Dich immer nach dem Charakter (sollte zu dem Charakter der vorhandenen Katzen passen)
  • informiere dich über das aktuelle Futter, Katzenstreu und Lieblingsspielzeug

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