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DIY: Trockenfleisch

Bei uns ist es zum Ritual geworden, dass abends vor dem ins Bett gehen "geraschelt" wird.

Rascheln bedeutet bei uns mit der Leckerliedose zu rascheln, bis (fast) alle da sind. Egal, ob sie von draußen kommen oder verschlafen vom Kratzbaum. Bei dem Geräusch wissen sie genau, es gibt was.
Dann wird sich brav hingesetzt und jeder bekommt nach und nach seine Leckerchen und ab geht's ins Bett.

 

Ab und zu wird dann noch das Fummelbrett befüllt.

 

Anfangs haben wir dafür entweder Cosma Snackies oder Thrive verwendet. Aber grade im Fummelbrett sorgen die oft für sehr viele Krümel und ich wollte auch einfach mal was zur Abwechslung haben. Etwas, wo sie auch was zu kauen haben.
Die Idee zum Trockenfleisch war da sehr naheliegend.

 

Trockenfleisch kann man auch super in der Hundeabteilung im Zoofachgeschäft finden - da aber definitiv einen Blick auf die Deklarierung werfen.
Es handelt sich nicht immer um 100% Trockenfleisch, oft sind noch andere Zutaten oder Zusatzstoffe verarbeitet.

 

Da ich Dinge gerne selbst mache und auch gerne rum- und ausprobiere hieß es nun: DIY Trockenfleisch.
Und das ist alles andere als schwer.

...diesen Blicken kann man doch kaum einen Wunsch ausschlagen
...diesen Blicken kann man doch kaum einen Wunsch ausschlagen

Was du dafür benötigst

  • Fleisch Deiner Wahl (oder eher gesagt, die Deiner Mietzen) - möglichst nicht zu fettig
  • ein Schneidebrett (am besten aus Holz)
  • ein scharfes Messer
  • einen Kochlöffel oä
  • einen Ofen (der auch mit geöffneter Backofentür funktioniert)
  • viel Zeit (die meiste Zeit davon übernimmt allerdings Dein Ofen die Arbeit)

Vorgehensweise

  • Fleisch in kleine Stücke schneiden (umso kleiner, umso schneller geht's) - am sinnvollsten ist es die Größe den Vorlieber Deiner Katzen anzupassen
  • das Fleisch auf einem Backblech ausbreiten (die einzelnen Stücke sollten sich möglichst nicht berühren)
  • das Backblech kommt nun in den Ofen - bei 70-75°C für ca. 7 Stunden (die Zeit variiert je nach Größe der Stückchen) - eine höhere Temperatur lässt das Fleisch nicht schneller trocknen, sondern nur verbrennen)
  • den Kochlöffel in die Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann
  • zwischenzeitlich immer wieder kontrollieren, ob das Fleisch noch Restfeuchtigkeit enthält (umso trockener, umso länger halten sich die Stückchen)
  • auskühlen lassen und dann umfüllen (zB in ein Einmachglas)

So sahen die Fleischstücke vorher aus...:

...und so nachher:


Kein großer Aufwand und man hat selbstgemachte Leckerlies - heißt man weiß genau, was drin ist (nämlich nichts außer purem Fleisch).

Bei den Fleischsorten sind hier an sich keinerlei Grenzen gesetzt.
Egal, ob Putenbrust oder Hähnchenherz.

Noch eine Alternative: das Fleisch in hauchdünne Streifen schneiden und dann im Ofen trocknen.

Je nachdem wie viel Restfeuchte enthalten ist, halten sich die Leckerlies problemlos mehrere Wochen bis Monate (umso trockener, umso länger).

 

Und das wichtigste: die Katzen lieben es!

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